Mr. Dubbel Juh
Posted by al:x in politics on February 28th, 20:20Wenn Freunde zu Besuch kommen, räumt man vorher lieber mal gründlich auf.
Wenn Freunde zu Besuch kommen, räumt man vorher lieber mal gründlich auf.
So ziemlich alles, was man über die diesjährige Oscar Verleihung sagen konnte/sollte hat uns die Anke hier aufgeschrieben. Danke fürs Aufbleiben!
Grosse Regisseure, da interessiert einen oft die berufliche Vorgeschichte. Peter Jackson in den letzten Jahren bekannt geworden mit der Literaturverfilmung des Herr der Ringe Epos, arbeitet gerade an King Kong doch wo sind seine Wurzeln?
Gestern habe ich die DVD des 1989 entstandenen Meet the feebles gesehen. Zu sagen, die Karriere zeichnete sich bereits ab, wäre wohl übertrieben.
Ein Film mit Puppen als Hauptdarsteller. Zu sehen ist eine Variete Show: backstage, menschliche Schwächen und Eigenarten werden gnadenlos und teilweise überspitzt dargestellt. Zu erwähnen wäre noch, Meet the feebles ist kein Kinderfilm! Die Altersfreigabe in Deutschland ist ab 18 Jahre und das nicht ohne Grund: es gibt die drogendealende Ratte, der an einer mysteriösen Krankheit verrottende Hase, die Reporter Fliege nicht nur im übertragenden Sinne im Dreck anderer Leute wühlend, der Drogenabhängige Vietnam Veteran Frosch, der die Vaterschaft abstreitende Elefant und nicht zu letzt das gescheiterte Starlet mit kleinem Gewichtsproblem als Kuh.
Zwischenzeitlich fand ich den Film aber durchaus amüsant, was aber nicht über die komplette Distanz anhielt. Diesen Film bedenkenlos zu empfehlen will ich daher hier vermeiden. Die Muppets Weihnachtsgeschichte wird nie wieder die Selbe sein!










Meet the fockers in Deutschland wohl besser unter ‘Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich’ bekannt bringt nach dem erfolgreichen Meet the parents erneut ein beachtliches Staraufgebot auf die Leinwand. Die bereits aus dem ersten Teil bekannten Robert de Niro (der Schwiegervater), Ben Stiller (Gaylord ‘Greg’ Focker) werden nun noch durch Dustin Hoffman und Barbra Streisand (die Eltern von Greg) unterstützt.
Die Story ist irgendwie die Selbe. Greg kämpft von Anfang an um die Gunst des Schwiegervaters, dieser holt wieder die CIA Trickkiste raus, massenhaft Witze über den Namen (bzw. der gleiche Witz massenhaft). Eine Änderung dann doch, es gibt keine Probleme mit irgendwelchen Fluggesellschaften oder verlorengegangenen Koffern.
Alles in allem ist der Film aber durchaus unterhaltsam und mit diversen lustigen Momenten sicher kein vertaner Abend. Viel Spass!










Sneak preview hat ja immer etwas überraschendes, aber man kann eigentlich nichts falsch machen. Zumindest gibts keinen Film, den man bereits kennt. Es sei denn man sieht die Sneak Preview in Luxembourg — gestern Abend: Ray. Läuft seit fast 2 Monaten in Deutschland und läuft nun offiziell in Luxembourg an. Diesmal bin ich aber noch mal davongekommen, ich habe zwar zweimal zwischen Ray und einem anderen Film entschieden, Ray war aber (jetzt zum Glück) immer zweiter Sieger. Den Vorspann sehend, kam also bei mir dann eine gewisse Freude auf!
Ray Charles Robinson, 1930 in Georgia geboren starb im Juni letzten Jahres nach einem abwechslungsreichen Leben in dem er viele Menschen nicht nur durch seine Musik beeinflusst hat. Erblindet mit sechs Jahren, grandioser Pianist, Heroinabhängig, Familienvater, zahlreiche Affären, … — wie man sieht, ein Leben nicht nur geprägt von Schönem und Gutem. Der Film scheut sich nicht, ein kontroverses Bild zu zeichnen und gewinnt dadurch meiner Ansicht nach sehr.
Gespielt wird Ray von Jamie Foxx (wird 2006 in Miami Vice zu sehen sein), der in der Rolle sicher ein Kandidat für Hollywoods grösste Ehre dieses Jahr ist. Taylor Hackford zeichnete sich für die Regie zuständig und begeisterte mich mit dem Spiel mit Licht und Schatten. Eine kleine Kritik hätte ich dann doch noch: der Film hat zwischenzeitlich einige Längen, trotzdem will ich ihn hier mal ungeniert empfehlen.
Das Publikum im Kino hat dann auch noch überrascht, junge Menschen und dann auch noch ein sehr hoher Anteil weiblichen Geschlechts. Unser erster Versuch, sneak mit Schnecke zu übersetzen, war nicht ganz korrekt doch jetzt hab ich die Lösung: to sneak a peek: einen Blick erhaschen!










… von wegen, produktiver Einsatz des Brotkastens im Dortmunder Hauptbahnhof wurde jetzt durch Altersschwäche beendet(unterbrochen?) so schreibts der WDR.
Update: Ha, doch kein C64, wie Heise berichtet handelt es sich um ein Intel310 System mit Xenix als Betriebssystem … hach der Gedanke war zu schön.
Miles: erfolgloser Schriftsteller, Weinkenner und Freund von Jack: ehemaliger Serienschauspieler, jetzt Werbe-Sprecher und in Kürze verheiratet, nimmt Jack auf eine Tour durch die Weinfelder Californiens mit. Weinproben, Golfspielen und das Leben geniessen.
Soviel zu den Zielen, doch irgendwie läuft alles anders. Jack ist eher aufs Hörner abstoßen aus, Miles seit zwei Jahren geschieden, hat seine Verflossene aber noch nicht überwunden und kann sich mit der Idee nicht ganz anfreunden. Irgendwann kann Jack ihn aber zu einem Treffen mit der Bedienung Maya und Weinverkosterin Stephanie überreden. Miles betrinkt sich und ruft dann seine Ex-Frau an. Tragisch bis Ur-komisch, alles dabei!
Alexander Payne bereits mit About Schmidt erfolgreich, begeistert mit Sideways erneut das Publikum. Paul Giamatti spielt den Miles zum Schreien gut, Thomas Haden Church hatte wohl keine Schwierigkeiten sich in seine Rolle zu finden, er glänzte in den 90igern häufig in TV Produktionen und war bisher im Kino eher nicht erfolgreich. Diese Rolle allerdings steht ihm hervorragend.










Satoshi Kon, schon durch Perfect Blue positiv aufgefallen, bringt mit Tokyo Godfathers einen weiteren Meilenstein des japanischen Anime Films.
Der Film zeigt das Weihnachtswunder das die drei Obdachlosen Gin (ein mittelalter Trinker), Hana (ein Transvestit) sowie Miyuki (eine fortgelaufene Teenagerin) erleben. Im Müll finden sie ein Baby, offenbar von seinen Eltern ausgesetzt. Nach einiger Diskussion beschliessen die drei das Baby nicht bei der Polizei abzuliefern sondern die Eltern auf eigene Faust zu finden. Nach und nach werden alle drei mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kon zeigt das anonyme Tokyo, wie wir es bereits in Lost in Translation bewundern durften.
Ohne zuviel zu verraten, sage ich abschliessend: Die Welt ist ein Dorf!










Manche nennen sich der pan, doch wie entstand die Geschichte vom kleinen Jungen, der niemals groß werden wollte eigentlich? Finding Neverland (dt. Titel: Wenn Träume fliegen lernen) geht dem auf den Grund.
Johnny Depp spielt mit Sir James Matthew Barrie einen erschütternd erfolglosen Autor von Theaterstücken. Er lernt Sylvia Llewelyn Davies und ihre vier Söhne kennen und verbringt von diesem Tag an entgegen allen moralischen Sitten (er verheiratet, sie verwitwet — habe gerade gelesen dass ihr Mann in der Realität sogar noch lebte) sehr viel Zeit mit ihnen. Er spielte mit den Jungen im Park, lud sie auf sein Landhaus ein und lernte sie so näher kennen. Sie waren seine Muse, die Inspiration für sein Werk, ein Stück für Kinder — Peter Pan.
Der Film ist wunderbar, schöne Bilder, zauberhafte Geschichten und faszinierende Momente. Johnny Depp und Kate Winslet (mit ihr ist dann unser Titanic Bewältigungspaket vorerst komplett) spielen, ja leben ihre Rollen. Unterstützt werden sie von niemand geringerem als Dustin Hoffman, den ich mit Bart fast nicht erkannt habe und Julie Christie als griesgrämige Mutter.
Vor dem Film, ganz klassisch, spielte wie so oft eine Liveband im Kino — das typische Ensemble: Keyboard, Geige, E-Gitarre. Alle Boxen schienen auf uns gerichtet, in einer der vorderen Reihen sitzend schienen sie zum Greifen nahe. Und als der erfahrene Musiker Spruch dann lautet: Mit dem Geräusch nicht sparsam sein, sahen wir uns bald in eine Masse von Getöse getaucht, welches nur sehr, sehr betrunken zu ertragen gewesen wäre. So will ich dann also mit diesem Musik Tip auch nicht zurückhalten: Fade to grey. Auf die Autogrammkarte habe ich dann später verzichtet! Schöne gute Nacht.









