film: capote

Bei den Oscars hat Philip Seymour Hoffman den Award für den besten männlichen Hauptdarsteller abgeräumt. Eigentlich wollte ich den Film noch vor den Oscars schauen, da die Kritiken im Vorfeld durchaus neugierig machten. Mangels Motivation und aufgrund hoher temporärer Müdigkeit fiel die Entscheidung dann aber vorerst zu ungunsten Capotes. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben und damit dann gestern Nacht, zwar mit ebensolcher Müdigkeit ausgestattet und dazu auch noch in die deutsche Fassung…

film_capote

Eines vorweg: der Oscar war nicht unbegründet, die Leistung Hoffmans war grandios! Er spielt den nicht wirklich liebenswerten bereits erfolgreichen Schriftsteller mit einer Akribie, die fesselt. Der Film beschreibt seine mehrjährige Recherchen zu seinem Meisterwerk In Cold BloodKaltblütig. Im Kansas der 60er Jahre begleitet er die in der Todeszelle sitzenden Mörder eine Familie und versucht Informationen zum Tathergang zu gewinnen. Dazu gibt er ihnen Hoffnung, beschafft ihnen einen Anwalt, lässt sie aber über seine wahren Pläne im Unklaren…

Er leidet, weil sie nicht leiden — die Hinrichtung wäre der perfekte Schluss für sein Buch. Der Zuschauer ist sich nicht sicher, worauf sich kaltblütig wirklich bezieht: auf die Täter oder auf Capote selbst!? Der Film bleibt zwar etwas hinter den Erwartungen zurück, dennoch auf jeden Fall sehenswert, wenn vielleicht auch nicht für die Spätvorstellung geeignet ;-)

YYYYYYYYNN

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