Ich hatte etwas Angst, dass mich Alan Rickman und Sigourney Weaver ständig an Galaxy Quest erinnern würden, was speziell bei Snow Cake ein Problem wäre, denn dieser ist keine Komödie. Obwohl … am Anfang wird der Zuschauer geradezu in eine heitere Stimmung gezwungen; angenehme Charactere haben witzige Dialoge, sind sympatisch, man beginnt unweigerlich zu grinsen. In Anbetracht der Dinge, die noch folgen sollen, kann man dieses Einlullen nur als unmenschlich bezeichnen. Der Zuschauer bereitet sich auf ein Drama vor, bringt sich in Stimmung, erwartet das Schlimmste und was macht der Film? Er verführt ihn, bringt ihn zum Lachen und Träumen, nur um ihm dann umso brutaler klar zu machen, dass Snow Cake ein Drama ist.

Alex Hughes (Rickman) nimmt die Anhalterin Vivienne (Emily Hampshire) mit, auf der folgenden Fahrt geschieht ein Unfall, bei dem sie ums Leben kommt. Hughes bleibt unverletzt und beschliesst die Mutter von Vivienne aufzusuchen. Diese reagiert auf die Nachricht sehr kühl, geradezu gleichgültig — Linda (Weaver) leidet an Autismus.
Linda lebt allein, Bekannte schauen regelmässig nach ihr, für viele Arbeiten braucht sie Hilfe. Sie bittet Alex bis Dienstag zu bleiben, denn dann müsse der Müll rausgebracht werden, das hätte Vivienne sonst immer gemacht. Er willigt ein, zumindest bis nach der Beisetzung zu bleiben, ihn plagen Schuldgefühle. Während seiner Zeit bei Linda lernt er ihre Nachbarin Maggie (Carrie-Anne Moss — Trinity) kennen.
I know everything about autism, I have seen the film.
Dieser Satz war eigenartigerweise die einzige Szene, in der ich an Rain Man denken musste. Snow Cake ist anders, unerwartet, spannend!