Das Beste an Smokin’ Aces ist der Trailer. Er fängt an mit schöner Musik, und klassischem Namedropping: Vom Produzenten von Four Weddings and a Funeral, French Kiss, Notting Hill, Bridget Jones, About a boy, Love Actually und Pride & Prejudice … danach kommt ein anderer Song: Motorhead mit Ace of Spades und die Szenerie passt sich kompromisslos dem Soundtrack an: fiese Charaktere, Brutalität, Explosionen, Blut, Zerstörung, alles im MTV Stil geschnitten presst dich in den Sessel und nimmt den Atem! … denn was beim Namedropping vergessen wurde, waren Titel wie Fargo, The Big Lebowski, The Italian Job oder Shaun of the Dead ;-) Tim Bevan ist, nebenbei bemerkt, der fleissige und vielseitige Produzent.

Leider bleibt der Film hinter den Erwartungen zurück! Den offensichtlichen Vorbildern Guy Ritchies Lock, Stock and Two Smoking Barrels oder Snatch kann Smokin’ Aces nicht das Wasser reichen. Auch die geballte Starpräsenz hilft nicht: Ben Affleck, Andy Garcia, Alicia Keys, Alex Rocco, Ray Liotta sowie Wayne Newton himself.
Zur Story: der Las Vegas Star Buddy ‘Aces’ Israel (Jeremy Piven) der Kronzeuge in dem wohl wichtigsten Mafiaprozess muss unbedingt beschützt werden. Man bringt ihn in einem sich offiziell gerade in Renovierung befindenden Penthouse eines Hotels unter. Doch verschiedenste Gruppen sind auf der Suche nach ihm.
Der Film hält sich für sehr clever, will eine hoch komplexe Story erzählen, die aber eigentlich keine Rolle spielt! Das führt zu einer sehr behäbigen Gangart in der ersten Stunde, danach wird es deutlich Action-lastiger, leider schafft es der Film nicht, den Zuschauer Sympathie für irgendeinen der Akteure empfinden zu lassen, so ists eigentlich auch egal, wie die Sache ausgeht. Der Weg ist das Ziel! Mich jedenfalls hat das Ende nicht berührt. Schade, hier war mehr drin!