film: manufactured landscapes

Edward Burtynsky fotografiert. Sein Thema der letzten Jahre sind industriell geprägte/veränderte Landschaften. Für den Film war der Kanadier in Asien unterwegs.

film_manufactured_landscapes

Bei einem Fotografen nicht ganz überraschend, lässt Burtynsky die Bilder sprechen, eine explizite Meinung wird nicht propagiert. Das regt umsomehr zum Nachdenken an und ist unbedingt eine Stärke der Dokumentation.

Erinnert hat mich der Film an Workingman’s Death, der — zwar mit anderem Fokus — ähnliche Bilder zeigte.

Auch passend: ALL WE NEED, eine Ausstellung zum Thema menschliche Bedürfnisse und wie diese bedient werden und welches die Auswirkungen sind. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Oktober in einer Industriehalle in Esch (L). Sehr beeindruckend!

YYYYYYYNNN

One Response to “film: manufactured landscapes”

  1. Mike Says:

    Vorsicht: (Mini)Spoiler!

    Mir hat der Film sehr gut gefallen. Sowohl Inhalt als auch Form waren beeindruckend. Mir war bis dato nicht bewusst, dass China ein derartiger Resteverwerter ist. Sehr beeindruckend auch die Art und Weise wie die Menschen mit “Müll” als Resource leben. Bspw. der Kontrast zwischen der einfachen Lebensart der Menschen und dem Hightech (E-Waste), den sie mit simplen Mitteln zerlegen. Die Reste landen dann auf riesigen Platinenbergen, die Kunstwerken gleich in allen Farben schillern. Das auf dem Titel gezeigte Bild repräsentiert quasi die surreale Höchstform des Recycling: die Demontage einer ganzen Stadt durch ihre eigenen, ehemaligen Bewohner.
    Hinsichtlich der Bildsprache hat mir insbesondere die Art gefallen wie Tätigkeiten und Bewegungen von Personen “fotografiert” werden… nach klassischer Portraitmanier mit Hand und Kopf im Bild.

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