film: i’m not there
Ich kann mir kaum einen besseren Auftakt für dieses Jahr vorstellen, als I’m not there.
Grosse Namen wie Cate Blanchett, Christian Bale, Richard Gere, Heath Ledger, Kris Kristofferson, Julianne Moore oder Charlotte Gainsbourg, doch alle verblassen vor dem Namen, den sie verkörpern oder huldigen. Genannt wird Bob Dylan nie und doch ist er allzeit present, seine verschiedenen Persönlichkeiten verkörpert von Menschen die unterschiedlicher nicht sein können und natürlich seine Musik.
Todd Haynes kreierte eine Biografie, die jede Konvention misachtet. Das Augenscheinlichste ist wohl, dass die selbe Person von Menschen verschiedenen Geschlechts (die beste Leistung hat meiner Ansicht nach Cate Blanchett abgeliefert), unterschiedlicher Hautfarbe und unterschiedlichem Alter (11-50) gespielt wird. Die Personen haben alle unterschiedliche Namen (Jude Quinn, Jack Rollins, Woody Guthrie, Robbie Clark, …), doch irgendwie erkennt man immer, wer dahinter steckt.
Erzählt werden verschiedene Episoden von Dylans Leben in loser Reihung. Anspruch auf Vollständigkeit gibt es nicht, vielmehr soll die Vielschichtigkeit des Massenidols gezeigt werden, was grandios gelingt.
Trotz über 2 Stunden sehr kurzweilig und der Kommentartrack auf DVD wird sich vermutlich lohnen. Klausd, eigentlich wäre das ja was für die Musikredaktion gewesen, aber irgendwie ja dann auch Film und du kannst ja dann noch Ende Februar deinen Kommentar drunter setzen ;-)










