Archive for February, 2008

film: viva cuba

Posted by al:x in film on February 28th, 07:51

Eigentlich könnte Viva Cuba auch anderswo spielen. Denn die Geschichte besteht unabhängig von Cuba, dessen politischem System und dessen Bewohnern. Und doch gibt Cuba der Geschichte noch Farbe: die Landschaft, die Menschen, die politischen Gegebenheiten…

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Viva Cuba ist ein Roadmovie, ein Liebesfilm, ein Drama. Jorgito (Jorge Milo) und Malú (Sara Cabrera), beide 12 Jahre, sind Freunde, sie spielen zusammen, sie fetzen sich oft doch am Ende sind sie unzertrennlich. Ihre Eltern sehen das jedoch nicht gern, nach Shakespeares Vorbild haben sie etwas gegen die Freundschaft. Malú’s Mutter (Bourgeoisie Cubas) hält sich und damit auch ihre Tochter für besser. Sie denkt, dass Jorgito einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter hat. Jorgitos Familie hingegen war immer Anhänger des Kommunismus und hat damit auch — vorsichtig formuliert — gewisse Vorbehalte. Die Kinder interessieren sich nicht für den Zwist ihrer Eltern, doch alles spitzt sich zu, als Malú ihrer Mutter deren neuen Liebe wegen ins Ausland folgen soll. Die beiden Kinder fassen daher den Entschluss, auf eigene Faust zu Malú’s Vater zu fahren um zu verhindern, dass dieser die Ausreisepapiere seiner Ex-Frau unterschreibt.

Der Weg dorthin ist allerdings lang, die beiden haben kein Geld, natürlich werden sie bald landesweit von der Polizei gesucht und die beiden Mütter müssen nun bei der Suche nach ihren Kindern zusammen arbeiten.

Trotz nicht immer heiterer Szenen, schaffen es die Kinder eine positive Stimmung zu erzeugen, ich habe fast ständig gegrinst. Der Film macht definitiv gute Laune!

YYYYYYYNNN

film: flyboys

Posted by al:x in film on February 26th, 22:12

Flyboys sind die Männer der Lafayette Escadrille. Ein Haufen von Freiwilligen, die im ersten Weltkrieg zu den ersten Fliegern zählten. Capt. Thenault (Jean Reno) brachte ihnen bei, was sie für ihre — statistisch gesehen kurze — Laufbahn als Kampfpilot brauchen würden.

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Die Luftschlachtszenen sind sehr eindrucksvoll, der Film hat die obligatorische/überflüssige Liebesgeschichte, er beruht — na klar — auf wahren Begebenheiten und riss mich nicht vom Hocker…

YYYYYNNNNN

die gätjen frage

Posted by al:x in film on February 25th, 01:18

Gerade habe ich gut gelacht, als Steven Gätjen mit Adolf Burger (Buchvorlage zu Die Fälscher) ein Interview begann. So was kann einem passieren, wenn einen kein Schwein kennt…

S. Gätjen: Hallo, Steven Gätjen.

A. Burger: Danke, mir gehts gut!

film: there will be blood

Posted by al:x in film on February 24th, 17:42

Das wird sooo spannend werden heute Nacht! Bei 8 Nominierungen konnte das mit There will be Blood so schlecht nicht werden! Es werden wohl am Ende keine 8 Oscars sein, aber ein paar wird er abräumen!

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Als da wären der beste Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis als Daniel Plainview, der Anfang des 20. Jahrhunderts zum Ölmann wurde, wie er selber gerne sagt. Daniel war von Anfang an dabei, er hat die Drecksarbeit gemacht und sich so ein paar einträgliche Quellen gesichert. Eines Tages kommt Paul Sunday (Paul Dano) zu ihm und verkauft ihm Informationen über Ölvorkommen in Kalifornien. Mit seinem Adoptivsohn H.W. macht er sich auf, dort Land zu kaufen und die Ölvorkommen zu erschliessen. Sein Plan ist eine Pipeline bis an die Küste, um die Kosten für den Transport niedrig zu halten.

Natürlich verläuft nicht alles wie geplant, der Sohn des Besitzers der Sunday Ranch Eli (ebenfalls Paul Dano) ahnt über die zu erwartenden Öleinkünfte und will den Preis in die Höhe treiben, er ist gleichzeitig Prediger in der Kirche, will die Quelle segnen, doch Daniel — kein Mann Gottes — ignoriert sein Anliegen. Es gibt Unfälle, Konkurrenz und natürlich Konflikte zwischen den Akteuren.

Grossartiges Kino, dass 2 Stunden 40 fesselt!

YYYYYYYYYY

oscar gewinnspiel … letzte chance für 2008

Posted by al:x in film on February 24th, 16:00

Noch zwei Stunden dann schliesst das Wahllokal für das diesjährige Oscar Gewinnspiel.

film: sweeney todd: the demon barber of fleet street

Posted by al:x in film on February 23rd, 14:47

Wie hier bereits zu lesen war, stand Sweeney Todd noch auf meiner Liste. Und nun war es soweit, 100 freie Plätze! Tim Burton macht, was er am besten kann, er inszeniert Johnny Depp und das in der düsteren Atmosphäre Londons des 19. Jahrhunderts. Eine Kombination, nach der ich seit Monaten lechze. Den Gesang, dem ich üblichweise etwas reservierter gegenüber stehe, war ich bereit zu ertragen.

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Sweeney Todd ist Barbier, vor 15 Jahren von Richter Turpin (Alan Rickman) zu Unrecht verurteilt, damit Frau und Kind beraubt und jetzt schwört er Rache! Ein blutiger Feldzug mit dem Rasiermesser beginnt! Doch was tun mit den ganzen Leichen? Wie gut trifft es sich da, dass der sich unter seinem Laden befindliche Meat-Pie Laden in akuter Fleischnot befindet. Synergieeffekt heisst glaube ich das Wort und so kam es zur Fusion!

Der Film hat mich vielfach an den französischen Delicatessen erinnert auch wenn ich denke, dass das Vorbild in umgekehrter Reihenfolge liegt. Der Untertitel hätte durchaus auch There will be blood sein können, das hätte bei den Oscars dann für einige Verwirrung gesorgt. Die Optik des dreckigen, stinkenden Londons ist umwerfend und der Soundtrack drückt an die Wand! Auch das Gesinge führte nur zur marginalen Trübung des Genusses! Ach ja, hatte ich ’s erwähnt? Drei Oscarnominierungen, wobei es mit Art Direction und Costume Design eigentlich klappen müsste…

YYYYYYYYYN

film: the kite runner

Posted by al:x in film on February 21st, 19:08

Und noch ein Oscar Kandidat, Original Score … kriegen sie nicht, sag ich jetzt mal so!

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Ich habe von dem Film gehört, wollte ihn eventuell auch schauen, doch habe ihn dann mehr aus Verlegenheit gesehen, denn Sweeney Todd war bereits ausverkauft. So hatte ich mich vorab also gar nicht informiert und war dann umsomehr überrascht im Vorspann zu sehen, dass Marc Foster (Finding Neverland, Stay sowie Stranger Than Fiction) Regie geführt hat und der Film eine DreamWorks Produktion ist zumindest damit ja doch eine Parallele zu Sweeney.

Die Geschichte ist im Grunde die Geschichte des kleinen Mannes/Kindes hinter der grossen Politik. Die Geschichte spielt also im Afghanistan der späten 70er bzw. der 80er Jahre. Zwei Freunde Amir und Hassan wachsen zusammen in Kabul auf. Doch sie sind nicht gleichgestellt, Hassan ist ein Hazara, eine Minderheit im Land, sein Vater arbeitet für Amirs Vater. Für die Kinder sind diese Unterschiede allerdings unwichtig, doch mit der Zuspitzung des Konfliktes im Land und dem Einmarsch der russischen Armee fliehen Amir mit seinem Vater nach Pakistan und dann letztendlich in die USA.

Jahre später kehrt er nach Afghanistan zurück um den Sohn seines von den Taliban getöteten Freundes aus deren Händen zu befreien, nicht zuletzt um sein Gewissen zu beruhigen.

Der Film ist sehr eindrucksvoll in seiner Bildsprache und kann nicht zuletzt wegen der hervorragenden Schauspielerleistung der Jungen überzeugen. Etwas zu kurz kommen die politischen Hintergründe, aber die kann man ja dann nachträglich recherchieren.

YYYYYYYYNN

film: juno

Posted by al:x in film on February 19th, 05:52

Und wieder ein heisser Oscar Kandidat — mit 4 Nominierungen — Juno. Hier sehe ich dann mal Actress in a leading role an Ellen Page gehen! Na zumindest fände ich das im Anbetracht der Konkurrenz durchaus angemessen! Ellen Page kennt man noch von Hard Candy, dieses Mal wird es nur schmerzvoll für sie.

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Juno (Ellen Page) wird — natürlich ungewollt — mit 16 Jahren schwanger. Die Entscheidung das Kind nicht behalten zu wollen stand für sie ziemlich schnell fest, doch als es zur Ausführung der Abtreibung kommen sollte, bekam sie kalte Füsse! Die Notlösung war nun, das Kind zur Adoption freizugeben. Auch wenn sie es nicht behalten will, will sie natürlich nur das Beste für das Kind! Also geht sie auf die Suche nach der perfekten Familie für ihren Nachwuchs.

Der Film kommt langsam in Fahrt, erst dachte ich, und wieso jetzt die Oscar Nominierungen? Doch nach kurzer Zeit war ich gefangen: die super sympatischen, komplexen und daher interessanten Figuren, ein genialer Soundtrack und ein zu mir kompatibler Humor trugen mich bis zum überraschenden Schluss. Den mochte ich nicht sonderlich, was ich aber bei der DVD einfach durch vorheriges Ausschalten zur Bedeutungslosigkeit degradieren werde! Der Kauf ist auf jeden Fall Pflicht!

Schaut euch diesen Film an!!!

YYYYYYYYYY

film: c’est arrivé près de chez vous

Posted by al:x in film on February 17th, 21:43

Natural Born Killers ist eine Medienkritik über Reality TV, der Heroisierung von Verbrechern, denn Crime bringt Quote und reale Gewalt lässt Einschaltquoten in den Himmel schiessen (sorry für die Wortwahl). Der Film erntete herbe Kritik, Gewalt verherrlichend zu sein, er hat angeblich zu Amokläufen ganz nach seinem Vorbild geführt.

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C’est arrivé près de chez vous ist ebenso eine Kritik an Reality TV, zwei Jahre vorher erschienen, brachte man dort bereits die Arbeit zu Ende. Der Oliver Stone Film sieht dagegen aus wie Walt Disney!

Der scheinbar wahllos mordende Ben (Benoît Poelvoorde) wird von einem Kamerateam begleitet. Immer wieder stellt er sich selbst dar und benutzt das Kamerateam sogar als Trick in die Wohnungen seiner Opfer zu gelangen. Die Kamera hält immer drauf! Das Team beginnt eine Beziehung zu ihm aufzubauen, bis es selbst in den Strudel der Gewalt gerät.

Alles in schwarz/weiss. Erinnert teilweise an die Gewaltexzesse aus Clockwork Orange. Eine Stunde habe ich mit mir gekämpft, ob ich weiter schauen soll und am Ende gab es fast schon ein Abstumpfgefühl … bedenklich! Die Kritik an den Medien ist sicherlich berechtigt, ob hier die Mittel gut gewält sind, ist anzuzweifeln!

YYYYYYNNNN

noch eine woche

Posted by al:x in film on February 16th, 19:54

dann werden in diesem Jahr die Gewinner bekannt gegeben. Aus diesem Grund, hier nochmal der Hinweis auf die Verlosung.

Eine kleine Änderung der Regeln: bei Gleichstand zwischen zwei oder mehr Teilnehmern geht der Gutschein an den Teilnehmer, der seinen (letzten) Tipp zeitlich früher abgegeben hat.