film: charlie wilson’s war
Charlie Wilson war texanischer Abgeordneter im Kongress für die Demokraten. Er war, vorsichtig formuliert, ein Lebemann: Alkohol in rauen Mengen, Frauen, Drogen. Doch er fiel auch mit politischem Engagement auf: als Mitglied des Budgetkontrollausschusses für Ausgaben der CIA, sorgte er für Budgeterhöhungen für CIA Operationen in Afghanistan. Dort führte die damalige Sowjetarmee Krieg gegen die Bevölkerung, Kinder wurden duch Minen verstümmelt und die Zivilbevölkerung bei Hubschraubereinsätzen niedergemetzelt. Dank des kalten Krieges scheute die USA die offene Unterstützung Afghanistans und damit die Zuspitzung des Konfliktes mit den Sovjets. Durch das erhöhte Budget konnten wirkungsvolle Waffen für die Mudschahidin gekauft werden was in der Konsequenz zum Abzug der Russen führte.
In Mike Nichols Verfilmung wird Charlie Wilson von Tom Hanks gespielt und ich kann mir kaum eine bessere Wahl vorstellen. Der gereifte Schauspieler scheint geboren für die Rolle! Philip Seymour Hoffman brilliert — wie immer — als Gust Avrakotos, ein unbequemer CIA Agent. Ein kleiner Schwachpunkt im Cast war Julia Roberts als ultrareiche Republikanerin Joanne Herring, der Charlie aus alter Freundschaft einen Gefallen tut, sich mit dem pakistanischen Präsidenten Zia ul-Haq zu treffen, wodurch die ganze Geschichte erst ins Rollen kommt.
Der Film bietet einen unterhaltsamen Einblick in die amerikanische Politik des kalten Krieges sowie Politik im Allgemeinen. Grosse Empfehlung!











February 17th, 2008 at 11:53
Habe ich auch letzte Woche in OF gesehen. Mußte einige Male lachen, fand den Film aber insgesamt durchschnittlich, Julia Roberts war eine echte Fehlbesetzung, Tom Hanks endlich mal wieder erträglich.
February 17th, 2008 at 13:52