Archive for February, 2008

film: charlie wilson’s war

Posted by al:x in film on February 15th, 07:33

Charlie Wilson war texanischer Abgeordneter im Kongress für die Demokraten. Er war, vorsichtig formuliert, ein Lebemann: Alkohol in rauen Mengen, Frauen, Drogen. Doch er fiel auch mit politischem Engagement auf: als Mitglied des Budgetkontrollausschusses für Ausgaben der CIA, sorgte er für Budgeterhöhungen für CIA Operationen in Afghanistan. Dort führte die damalige Sowjetarmee Krieg gegen die Bevölkerung, Kinder wurden duch Minen verstümmelt und die Zivilbevölkerung bei Hubschraubereinsätzen niedergemetzelt. Dank des kalten Krieges scheute die USA die offene Unterstützung Afghanistans und damit die Zuspitzung des Konfliktes mit den Sovjets. Durch das erhöhte Budget konnten wirkungsvolle Waffen für die Mudschahidin gekauft werden was in der Konsequenz zum Abzug der Russen führte.

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In Mike Nichols Verfilmung wird Charlie Wilson von Tom Hanks gespielt und ich kann mir kaum eine bessere Wahl vorstellen. Der gereifte Schauspieler scheint geboren für die Rolle! Philip Seymour Hoffman brilliert — wie immer — als Gust Avrakotos, ein unbequemer CIA Agent. Ein kleiner Schwachpunkt im Cast war Julia Roberts als ultrareiche Republikanerin Joanne Herring, der Charlie aus alter Freundschaft einen Gefallen tut, sich mit dem pakistanischen Präsidenten Zia ul-Haq zu treffen, wodurch die ganze Geschichte erst ins Rollen kommt.

Der Film bietet einen unterhaltsamen Einblick in die amerikanische Politik des kalten Krieges sowie Politik im Allgemeinen. Grosse Empfehlung!

YYYYYYYYYN

film: persepolis

Posted by al:x in film on February 13th, 20:44

Mit französischen Filmen tue ich mich ja immer noch ein wenig schwer, doch bei Persepolis habe ich es nicht zuletzt aufgrund vieler sehr positiver Kritiken mal wieder gewagt … eine gute Entscheidung, kann ich erleichtert feststellen.

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Marjane ist ein Mädchen im Iran des Umbruchs. Der Schah Mohammad Reza Pahlavi geht ins Exil und eine islamische Republik entsteht. Doch die Freude über Veränderungen währt nicht lange, die islamische Regierung ermordet ihren Onkel, ihre eigene Freiheit wird eingeschränkt und bald fallen irakische Bomben auf Iran. Marjane geht nach Wien…

Der Film ist beeindruckend, nicht zuletzt weil er auf der Lebensgeschichte der Regisseurin Marjane Satrapi beruht. Von ihr ist auch das Comic, dass als Vorlage für den Film diente.

Der Film selbst ist technisch dem Comic sehr nahe geblieben. Schwarz-Weiss-Bilder mit grossen Flächen, erinnerte mich teilweise an Renaissance. Sehr zu empfehlen!

YYYYYYYYNN

film: enfin veuve

Posted by al:x in film on February 11th, 06:40

Weiter geht sie, meine Reise auf den Wegen des französischen Films. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, aber für Anne-Marie (Michèle Laroque) ist es nun soweit … sie ist endlich Witwe!

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Ihr Mann Gilbert (Wladimir Yordanoff) war ein erfolgreicher Arzt für Schönheitschirurgie, spielte leidenschaftlich meisterliches Golf, bot ihr ein gigantisches Haus an der Côte d’Azur … ach ja … und war ein Arschloch, der sie wie Dreck behandelte.

Sie hat seit Jahren eine Affäre mit Léo (Jacques Gamblin), er bekommt allerdings einen Auftrag, der ihn lange Zeit nach China führen wird. So drängt er sie, endlich zu ihm zu stehen, ihren Mann zu verlassen, mit ihm zu gehen. Eigentlich ja kein Problem, sie hasst ihren Mann und ihr Sohn ist längst aus dem Haus. Nichts was sie hält, — ah Moment — ausser natürlich dem Geld, dem Lebensstil. Léo ist nämlich so ziemlich das Gegenteil von Gilbert, er hat kaum Geld, lebt auf einem Hausboot, halt ein klassisches Abenteuer und keine Zukunftsplanung. Behandelt wird sie von ihm auch nicht viel besser als von ihrem Mann (oder kam mir das nur so vor? Kann durchaus auch ein Verständnisproblem gewesen sein!).

Doch Gott sei Dank, die Entscheidung wird ihr abgenommen. Ihr Mann stirbt bei einem Autounfall und alle ihre Probleme scheinen gelöst zu sein. Aber zu kurz gedacht, mit dem Dahinscheiden ihres Mannes wird alles noch viel komplizierter. Denn plötzlich taucht die gesamte Verwandschaft auf und die glückliche Zukunft scheint unerreichbar fern!

Der Film ist unterhaltsam, hat zwar ein paar offensichtliche Schwächen, ist teilweise etwas zu durchschaubar aber trägt durchaus über die Laufzeit.

YYYYYYNNNN

film: running with scissors

Posted by al:x in film on February 9th, 18:33

Psychiatern wird ja nachgesagt, dass sie selbst die grösste Macke haben. Studium am eigenen Objekt nennt man das glaub ich.

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Augusten Burroughs (Joseph Cross) verliert seine Eltern. Sein Vater (Alec Baldwin) verlässt die Familie und seine Mutter (Annette Bening) gibt ihn ihrem Therapeuten Dr. Finch (Brian Cox) zur Adoption. Für den Therapeuten nichts Neues, denn er hat bereits mehrere adoptierte Kinder. Augusten entdeckt seine Homosexualität mit dem deutlich älteren Neil (Joseph Fiennes) und versucht in dem chaotischen Haushalt zu überleben. Bezeichnend fand ich eine Szene, in der die Exkremente von Dr. Finch zum Trocknen nach draussen in die Sonne gelegt und zur späteren Anbetung in einem Shrine ausgestellt werden sollen, denn Dr. Finch meint die Vorzeichen von Reichtum in ihnen zu erkennen…

Etwas schräge Story könnte man meinen, doch das Erschütternste an diesem Film ist, dass er auf wahren Begebenheiten beruht. Für mich hat er trotzdem nicht funktioniert!

YYYYYNNNNN

film: before the devil knows you’re dead

Posted by al:x in film on February 7th, 19:33

Zwei Brüder wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Andy (Philip Seymour Hoffman), der erfolgreiche Geschäftsmann, verheiratet mit einer bildhübschen deutlich jüngeren Frau gespielt von Marisa Tomei. Und Hank (Ethan Hawke), wirkt jämmerlich, unsicher, hat nie Geld, lebt heruntergekommen und muss seiner Ex-Frau Unterhalt zahlen (mit dem er natürlich im Rückstand ist).

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Alles fängt an mit Hank wie er im Fluchtwagen vor einem kleinen Schmuckgeschäft wartet. Der Überfall geht aber schief! Danach wird dem Zuschauer die Geschichte aus den Perspektiven der einzelnen Akteure erzählt. Fäden laufen zusammen, Schwarz und Weiss wird bunt! Mehr kann, will, ja darf ich nicht erzählen. Der Film lebt von der ständigen Überraschung, die am Ende leider etwas ausbleibt (da ist der zehnte Punkt auf der Strecke geblieben) doch bis dahin muss man sich festhalten, denn das Tempo ist enorm!

YYYYYYYYYN

don’t take me, take the camera man!

Posted by al:x in film on February 6th, 04:17

You wouldn’t turn him in for the 25 Million Dollars!?

via F5

film: the assassination of richard nixon

Posted by al:x in film on February 5th, 17:53

Samuel J. Bicke (Sean Penn) plant Richard Nixon umzubringen, denn ihn hat er als Wurzel all seiner Probleme ausgemacht. Er will ein Flugzeug entführen und dann über dem weissen Haus eine Bombe abwerfen.

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Samuel lebt seit über einem Jahr von seiner Frau (Naomi Watts) getrennt, hat die Situation aber noch nicht akzeptiert. Er ist der festen Überzeugung, dass er sie zurückgewinnen kann. Im Beruf läuft es ebenso schlecht, als erfolgloser Büromöbel Verkäufer oder zusammen mit seinem Bruder in einem Reifenhandel. Nachdem seine Frau dann auch noch die Scheidung einreicht eskaliert die Situation.

Brilliante Schauspielerleistung von Naomi Watts und besonders von Sean Penn.

YYYYYYYYNN

film: keinohrhasen

Posted by bjs in film on February 3rd, 17:08

Ich hatte es mir fest vorgenommen. Diesen Film auszulassen. Aber gut.

Zusammenfassend: Frauenanteil unerwartet niedrig bei max. 62,3 %, mindestens 1 Frau davon schwanger und ca. im neunten Monat, in der Reihe vor uns tatsächlich zwei Männer ohne Begleitung von Frauen und - wenn ich die Wahl gehabt hätte - hätte ich die 90 Minuten-Version geschaut.

Der Filminhalt läßt sich auch in n paar Sätzen zusammenfassen:
- Til Schweiger sollte seltener selbst Dialoge schreiben, hat nen knackigen Hintern und sollte sich im Film nicht soo oft sagen lassen, was er für n Hengst ist,
- es gab keine neuen Stereotypen vom Frauen-Männer-Missverständnis-Berg
- Nora Tschirner kann man schon zuschauen und dieses Mal behält Aschenputtel die Brille bis zum Ende auf
- ja, ich habe auch gelacht.

Die Gegenmeinung zu meiner gibts bald bestimmt irgendwann hier.

Und wo wir schon bei diesem Männer-Frauen-Ding sind:

A woman meets a man in a bar.

They talk; they connect; they end up leaving together.

They get back to his place, and as he shows her around his apartment.
She notices that one wall of his bedroom is completely filled with soft, sweet, cuddly teddy bears.
There are three shelves in the bedroom, with hundreds and hundreds of cute, cuddly teddy bears carefully placed in rows, covering the entire wall!
It was obvious that he had taken quite some time to lovingly arrange them and she was immediately touched by the amount of thought he had put into organizing the display.
There were small bears all along the bottom shelf, medium-sized bears covering the length of the middle shelf, and huge, enormous bears running all the way along the top shelf.
She found it strange for an obviously masculine guy to have such a large collection of Teddy Bears,
She is quite impressed by his sensitive side. but doesn’t mention this to him.

They share a bottle of wine and continue talking and, after awhile, she finds herself thinking,
‘Oh my God! Maybe, this guy could be the one! Maybe he could be the future father of my children?’
She turns to him and kisses him lightly on the lips
He responds warmly.
They continue to kiss, the passion builds, and he romantically lifts her in his arms and carries her into his bedroom where they rip off each other’s clothes and make hot, steamy love.
She is so overwhelmed that she responds with more passion, more creativity, more heat than she
has ever known.
After an intense, explosive night of raw passion with this sensitive guy, they are lying there together in the afterglow.
The woman rolls over, gently strokes his chest and asks coyly,
‘Well, how was it?’
The guy gently smiles at her, strokes her cheek, looks deeply into her eyes, and says:

‘Help yourself to any prize from the middle shelf.’

via mosespelham.de/blog

film: no country for old men

Posted by al:x in film on February 3rd, 00:03

Sagt die Oscars ab, der Sieger steht schon fest! Für derer 8 nominiert, tippe ich mal auf 5 … kategorisch will ich mich aber nicht festlegen, bester Film ist aber dabei! Auch wenn ich There Will Be Blood noch nicht gesehen habe (könnte aber noch vor den Oscars klappen), vermutlich ernsthafte Konkurrenz, denn auch dieser ist in 8 Kategorien nominiert!

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Llewelyn Moss (Josh Brolin) findet einen Koffer mit Geld, die Szenerie hätte ihn eigentlich warnen sollen, denn um ihn verstreut liegen Leichen, Unmengen Patronenhülsen und ein Pickup voll mit Drogen. Das Geld übt allerdings einen zu starken Reiz aus und schliesslich hat ihn ja niemand gesehen…

Schon bald jedoch ist der Killer Anton Chigurh (Javier Bardem) auf seiner Spur. Ein so fieser Killer, wie man ihn nur selten im Kino zu sehen bekommt. Gesucht wird Llewelyn auch von Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones), der kurz vor der Pensionierung steht.

Viele Bilder erinnern an Blood Simple, doch die über 20 Jahre, die zwischen den beiden Werken liegen, merkt man deutlich und das ist eine gute Sache! Überhaupt ist die Bildsprache phenomenal, der Film kommt fast ohne Musik aus. Zusammen erzeugt das eine Atmosphäre, die den Zuschauer über zwei Stunden im Bann hält.

YYYYYYYYYY

film: blood simple

Posted by al:x in film on February 2nd, 13:48

Zur Vorbereitung auf No Country for old men heute also das Erstlingswerk der Coen Brüder.

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Frances McDormand (Fargo) erfreut uns als Frau zwischen zwei Männern. Verheiratet mit Julian (Dan Hedaya) einem Bar Besitzer hat sie auch eine Affaire mit dem Barmann Ray (John Getz). Julian entdeckt die Affaire und engagiert einen Privatdetektiv die beiden für 10.000 Dollar zu töten. Alles wird sehr sehr kompliziert, denn der Detektiv agiert nach seinem eigenen Plan. So täuscht er die Erledigung des Auftrags vor, kassiert die Summe und alles verläuft plötzlich in unvorhergesehenen Bahnen.

YYYYYYYNNN