Archive for March, 2008

film: du levande

Posted by al:x in film on March 31st, 23:44

Das Jüngste Gewitter ist ein schwedischer Film, das Poster bewirbt ihn mit dem FAZ Zitat:

…als würde Ingmar Bergmann ‘The big Lebowski’ verfilmen.

Jemanden zu finden, der etwas Gutes/Druckbares über einen Film sagt, ist offensichtlich kein Problem. Für mich hat der Film nicht uneingeschränkt funktioniert.

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Ok, es gibt wunderbar skurrile Figuren, schöne Bilder und auch ein paar witzige Szenen. Doch irgendwie wirkt alles etwas zusammengestoppelt, leider nicht das von ARTE versprochene Meisterwerk.

YYYYYNNNNN

film: one hour photo

Posted by al:x in film on March 29th, 17:42

Robin Williams ist eigentlich nicht so mein Fall, zu oft ist er als alberner Clown unterwegs gewesen, sein Gegrinse ging mir auf den Saque! In One Hour Photo spielt ein Anderer!

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Sy Parrish (Williams) arbeitet in der Fotoschnellentwicklung eines Supermarktes. Doch für ihn ist das nicht irgendein Job, für ihn ist es eine Mission: jedes Foto wird mit äusserster Präzision bearbeitet und so wird auch schon mal der Servicetechniker angeschrieen weil die Farbeinstellungen geringe Abweichungen hat, er sich aber weigert, diese zu beheben.

Seine Kunden werden im Gegensatz dazu wie Könige behandelt, Sy geht auf den kleinen Sohn ein, erkundigt sich nach dem Befinden des Gatten, kurzum tut alles, dass sich die Kunden bei ihm wohl fühlen.

Für Sy, der allein lebt und sich nach menschlicher Nähe — einer Familie — sehnt, sind die Fotos, die er jeden Tag zu sehen bekommt aber noch mehr. Er stellt sich vor, wie es wäre, wenn er Teil des heilen Glücks der Fotos wäre, doch irgendwann ist ihm auch die Vorstellung noch zu wenig!

YYYYYYYNNN

film: die welle

Posted by al:x in film on March 27th, 23:50

Die Welle, der Schulbuchklassiker, hat jeder gelesen … ähem, ausser mir! Mit Hausaufgaben im Allgemeinen und Schulliteratur im Besonderen hatte ich es nicht so…

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Jedenfalls wurde das Buch jetzt verfilmt und der fantastische Jürgen Vogel spielt den Lehrer Rainer Wenger. Lehrer konnte ich mir beim Herrn Vogel erst nicht wirklich vorstellen, doch schnell erkennt man, dass das klassische Bild hier etwas gedehnt wird.

In einer Projektwoche versucht Rainer — wie ihn alle Schüler nennen — den Autokratie Exkurs auf seine Weise zu präsentieren. Viel lieber hätte er ja Anarchie gemacht! Von seinen Schülern herausgefordert, so etwas wie im dritten Reich könne heute nie funktionieren, versucht er ein interessantes Experiment.

Witzig war, dass ich nach dem Film mit einem Freund genau die selbe Diskussion geführt habe, denn er vertrat die Meinung, dass es heute so nicht mehr funktionieren würde, ich denke, die Problematik ist zeitlos, solange sich das Wesen der Menschen nicht ändert (was wohl kurzfristig nicht zu erwarten ist ;-)).

Anfangs haben mich die Kinderdarsteller irgendwie gestört, irgendwas passte nicht, das verwuchs sich allerdings im Laufe des Filmes. Mittig hat der Film so seine Längen, macht dieses allerdings mit einem atemraubenden Finale wieder wett.

YYYYYYYYNN

film: volver

Posted by al:x in film on March 25th, 22:09

Pedro Almodóvar, den Einige viel jünger in Erinnerung haben, inszeniert die Rückkehr der zwei Schwestern Raimunda (Penélope Cruz) und Sole (Lola Dueñas) in ihr Heimatdorf, sie kümmern sich um die Grabstellen ihrer Eltern und fahren dann zurück nach Madrid.

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Doch bei dieser Rückkehr soll es nicht bleiben, auch die Mutter der Beiden Irene (Carmen Maura) kehrt zurück, sie muss Dinge in Ordnung bringen, die bis zu ihrem Tod unerledigt blieben. Die helfende Hand kommt den Frauen sehr gelegen, denn Paula (Yohana Cobo), Raimundas Tochter hat den Mann von Raimunda erstochen, nachdem dieser versuchte sich an ihr zu vergehen. Und nun muss die Leiche weggeschafft werden…

All das wird sehr atmosphärisch präsentiert, Penélope ist wie immer eine Augenweide und der Kammeramann ist nicht schwul! ;-)

YYYYYYYYNN

film: lars and the real girl

Posted by al:x in film on March 23rd, 18:56

Lars (Ryan Gosling) lebt allein, er scheut jeden Kontakt zu anderen Menschen, selbst zu seinem Bruder Gus (Paul Schneider) und dessen Frau. Die beiden sorgen sich jedoch sehr um ihn und laden ihn immer wieder zum Essen ein, was er aber konsequent ablehnt. Um so glücklicher sind die Beiden, als Lars ihnen eröffnet, dass er bei sich einen Gast hätte, jemand von weit weg, des Englischen nicht mächtig, an einen Rollstuhl gefesselt, eine richtige Frau!

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Ungleich grösser ist die Überraschung als sie Bianca dann persönlich kennenlernen. Bianca ist eine Sex-Puppe, die Lars im Internet bestellt hat. Er behandelt sie jedoch wie ein lebendiges Wesen, schnell ist die Geschichte im Dorf herum und auch Freunde und Bekannte integrieren Bianca in ihr Leben.

Der Film beginnt mit skurilen, durchaus komischen Szenen, doch mit zunehmender Laufzeit wird die Puppe zur Nebensache und die wirklichen Probleme treten in den Blickpunkt.

YYYYYYYNNN

film: freedom writers

Posted by al:x in film on March 21st, 22:21

Schon wieder ein Film, bei dem mich die IMDB Bewertung überrascht hat und auch sonst hatte ich nur gute Kritiken gelesen und moviepilot geht sogar noch weiter und prognostiziert mir eine 9 Punkte Wertung für Freedom Writers! Ich nehme es mal vorweg, damit lag er richtig. Vermutlich hatte ich das thematisch ähnlich angesiedelte Dangerous Minds noch im Hinterkopf, was dies alles so unwirklich erscheinen liess.

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Hilary Swank spielt die Englisch Lehrerin Erin Gruwell, sie unterrichtet in einer High School in Los Angeles, der Alltag in der Klasse ist geprägt von Konflikten zwischen den verschiedenen Banden. Die meissten werden gezwungen zur Schule zu gehen und sind dem entsprechend motiviert. Mrs. G. hat es Anfangs sehr schwer, zum Einen sind ihre Schüler unwillig und zum Anderen verweigert ihr die Schulleitung den Zugang zu sinnvollen Unterrichtsmaterialien. Trotz allem bringt sie die Klasse aber dazu zu schreiben, nachzudenken und erzeugt damit eine Gruppendynamik, die am Ende sogar ihren eigenen Enthusiasmus überflügelt.

Der Film war ungeheuer ergreifend, besonders wenn man sich vor Augen hielt, dass dies alles wirklich passiert ist. So war der Film beklemmend und befreiend zugleich!

YYYYYYYYYN

film: things we lost in the fire

Posted by al:x in film on March 19th, 07:51

Die Dänin Susanne Bier mit ihrer ersten Hollywood Produktion und dann gleich DreamWorks und mit Stars wie Benicio Del Toro, Halle Berry sowie David Duchovny, das würde ich dann mal als Durchbruch bezeichnen!

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Audrey (Halle Berry) hat ihren Mann Brian (David Duchovny) verloren, er kam ums Leben als er einen Streit schlichten wollte. Bei der Beerdigung trifft sie Brians besten Freund Jerry Sunborne (Benicio Del Toro) wieder und bittet ihn, eine Weile bei ihr und ihren zwei Kindern zu wohnen. Eine ungewöhnliche Bitte, denn eigentlich hasst sie Jerry. Sie hat die Freundschaft der beiden Männer immer mehr geduldet denn akzeptiert, hat nie verstanden was ihr Mann in Jerry gefunden hat. Jerry ist Drogen abhängig, hat nie Geld, lebt heruntergekommen, kurz er ist so ziemlich das Gegenteil von ihrem Mann, dem erfolgreichen Geschäftsmann mit grossem Auto, fantastischen Haus und glücklicher Familie.

Immer mehr merken Audrey und Jerry, dass sie einander brauchen. Beide kämpfen gegen ihre eigene Schwäche, beide brauchen die Kraft, die Nähe des Anderen, auch Audreys Kinder wollen Jerry. Doch je mehr Audrey merkt, wie die Vertrautheit wächst, desto mehr kämpft sie dagegen an…

Del Toro spielt göttlich! Es ist eine Freude ihm zuzuschauen, er ist das Wrack, die Verzweiflung, die Freude, die Hoffnung!

Was mich anfangs sehr gestört hat, war die bemüht lässige Kamera, ohne die man wohl keinen Film mehr machen kann. Später legte sich das etwas bzw. war besser eingesetzt, dazu gibt es wunderschöne Nahaufnahmen, die dem Wort Nähe auch gerecht werden!

YYYYYYYYNN

film: shooter

Posted by al:x in film on March 17th, 23:14

Es gibt so Filme, da ist man sich nach Konsum des Trailers bereits sicher, muss man nicht gesehen haben! Und dann sagt einem jeder, der ihn im Kino gesehen hat, wie gut er ihn fand’. Da kann man schon ins Zweifeln kommen! Dann nun also doch, wenn auch nur auf DVD.

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Der Film beginnt wie Rambo, Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg) lebt, nachdem er bei einem Einsatz im Stich gelassen wurde, zurückgezogen in den Bergen. Der Colonel kommt vorbei und braucht händerringend einen Spezialisten für einen Spezialauftrag.

Bob Lee (nicht zu verwechseln mit Lee Harvey) ist Scharfschütze, natürlich einer der Besten und er soll als Consultant für die CIA ein Attentat auf den Präsidenten verhindern. Die Jungs wissen zwar ungefähr wann, aber nicht wo und wie. Und hier kommt unser Held ins Spiel, er soll überlegen, wie, wo und wann er es machen würde und damit dem Täter auf die Schliche kommen.

Alles läuft auch gut, er findet genau dass wann und das wo, er ist vor Ort und so ist für fast alle Beteiligten auch bald das wer geklärt. Verwundet entkommt er dem Set-up und kämpft sobald gegen scheinbar übermächtige Gegner!

Der Shooter hat hohe Ziele, Freunde von Verschwörungstheorien werden voll auf ihre Kosten kommen, die Parallelen zum Kennedy Attentat werden offen gezogen. Mir war das alles etwas platt und wirkte aufgesetzt, speziell das Ende empfand ich als sehr theatralisch. Ich will nicht sagen, dass ich mich nicht gut unterhalten fühlte, mehr war es jedoch auch nicht.

YYYYYYNNNN

film: paris

Posted by al:x in film on March 15th, 23:11

Ich glaube ich habe mich verliebt, in Paris! Nein es ist nicht Juliette Binoche, sondern die Stadt, ihr Rhythmus, ihre Menschen, der Lärm, die Ruhe, die Hektik, die Strassencafés, all das und noch viel mehr!

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Paris erzählt die Geschichte seiner Menschen, ihrer Beziehungen, Probleme und Freuden. Pierre (Romain Duris) erhält die Nachricht, dass er einen Herzfehler hat und ihm nur wenig Zeit zum Leben bleibt, die Chancen für eine erfolgreiche Operation stehen schlecht. Seine Schwester Élise (Juliette Binoche) ist geschieden, hat drei Kinder und glaubt nicht mehr an die Liebe. Roland Verneuil (Fabrice Luchini) hat kürzlich seinen Vater verloren und verliebt sich nun in eine seiner Studentinnen. Sein Bruder Philippe (François Cluzet), ein erfolgreicher Architekt verkraftet anscheinend den Verlust des Vaters weitaus besser und sieht Vaterfreuden entgegen.

Die Geschichten scheinen wie aus einer reich gefüllten Kiste gegriffen, und trotz dieser scheinbaren Zufälligkeit fügen sie sich doch zu einem wundeschönen Ganzen zusammen eingepasst in diese eindrucksvolle Kulisse.

Zuverlässigen Informationen zufolge kann ich sagen: so ist Paris!

YYYYYYYYYY

film: the hoax

Posted by al:x in film on March 13th, 20:42

The Hoax erzählt die wahre Geschichte von Clifford Irving, der die Biografie von Howard Hughes schreiben will und vorgab in persönlichem Kontakt mit dem von der Aussenwelt abgekapselten exzentrischen Milliardär zu stehen. Eine Sensation!

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Irving wird gespielt von Richard Gere und unterstützt durch Alfred Molina als Irvings Freund und Co-Autor Dick Suskind. Julie Delpy (2 days in Paris) spielt die Geliebte Irvings, sehr schön…

Der Schwindel flog, wenn auch spät, auf. Da selbst der exzentrischste Milliardär seine Leute hat, die für ihn Zeitung lesen. Und wenn man als Zeitung so eine Story hat, dann schreibt man auch darüber. Selbst wenn der Protagonist bereits tot ist, ist der Erfolg nicht garantiert, siehe die Hitler-Tagebücher, für die der Stern immerhin 9 Millionen DM hingeblättert hat bevor die Verfasser für vier einhalb Jahe hinter Gitter gewandert sind.

Jetzt schaue ich mir auf jeden Fall noch mal den Aviator an.

YYYYYYYNNN