film: bienvenue chez les ch’tis
Die Einwohner des äussersten Norden Frankreichs, in Nord-Pas-de-Calais, werden landläufig ch’tis genannt. Geprägt vom Bergbau und dessem Rückgang in den letzten Jahren, gibt es viele Vorurteile über die Region und deren Bewohner: einfache Leute, geringe Bildung, triste Gegend. Die Tatsache, dass der lokale Dialekt für den Normalfranzosen nur schwer zu verstehen ist, ist nicht hilfreich. Die Küstennähe sorgt für kühles, nasses Klima.
Und genau dorthin wird Philippe Abrams (Kad Merad) strafversetzt, genau genommen in den kleinen Ort Bergues unweit von Dunkerque. Dort muss er für mindestens zwei Jahre die lokale Post leiten. Und Philippe hat sie alle, die Vorurteile! Jeder der von seinem Schicksal hört, hat Mitleid mit ihm, was ihn in seiner Meinung nur bestärkt … er muss in die Hölle!
Dur! Dur! Dur! … Moins quarante … chez le Nord!
Als er dann ankommt ist natürlich auch alles wie erwartet, es regnet in Strömen, er versteht kein Wort (na wenigstens ging es da dann nicht nur mir so ;-)), die Menschen sind irgendwie komisch, irgendwie anders. Doch schon bald, muss er erkennen, dass der erste Eindruck täuschte, die Sonne scheint, seine Kollegen sind nicht übel, sie nehmen ihn freundlich auf und erklären ihm alsbald die sprachlichen Besonderheiten (eine Anleitung, die auch dem geneigten Zuschauer noch sehr zu Nutzen kommen sollte). Wieder zu Hause, spielt er jedoch weiter den Gepeinigten, der sich unter Höllenqualen im hohen Norden sein hartes Brot verdienen muss.
Als seine Frau dann beschliesst ihn für eine Woche zu begleiten, bekommt Philippe Panik, dass der Schwindel auffliegt…
Der Film ist saukomisch! Ich habe selten im Kino so lange, so viele Tränen gelacht. Die hervorragenden Schauspieler Kad Merad bzw. sein Kollege Dany Boon (der wirklich aus der Gegend stammt) bringen den Zuschauer bereits durch ihre Anwesenheit zum Lachen.
Der Film ist im besagten Norden bereits eine Woche vor dem offiziellen Start veröffentlicht worden und hat sogar mit dieser begrenzten Veröffentlichung den bisherigen Frankreich Rekord geschlagen: 4,4 Millionen Besucher lockte er in der ersten Woche ins Kino, der bisherige Rekord aus dem Jahr 2006 lag bei 3,9 Millionen in der ersten Woche und wurde von Les Bronzés 3: amis pour la vie aufgestellt.










