film: lars and the real girl
Lars (Ryan Gosling) lebt allein, er scheut jeden Kontakt zu anderen Menschen, selbst zu seinem Bruder Gus (Paul Schneider) und dessen Frau. Die beiden sorgen sich jedoch sehr um ihn und laden ihn immer wieder zum Essen ein, was er aber konsequent ablehnt. Um so glücklicher sind die Beiden, als Lars ihnen eröffnet, dass er bei sich einen Gast hätte, jemand von weit weg, des Englischen nicht mächtig, an einen Rollstuhl gefesselt, eine richtige Frau!
Ungleich grösser ist die Überraschung als sie Bianca dann persönlich kennenlernen. Bianca ist eine Sex-Puppe, die Lars im Internet bestellt hat. Er behandelt sie jedoch wie ein lebendiges Wesen, schnell ist die Geschichte im Dorf herum und auch Freunde und Bekannte integrieren Bianca in ihr Leben.
Der Film beginnt mit skurilen, durchaus komischen Szenen, doch mit zunehmender Laufzeit wird die Puppe zur Nebensache und die wirklichen Probleme treten in den Blickpunkt.










April 1st, 2008 at 18:53
Ich muß meine Meinung zum Film “Lars und die Frauen” doch revidieren, aus einem ersten “naja kann man sich ansehen” mache ich ein “belangloser Scheiß”.
Wer degenerierte Provinz-Amerikaner mag und sympathisch weil biederbescheiden findet, wird den Film mögen. Tja Lars, das kommt also raus bei Inselbewohnern, die sich jahrzehntelang in der Provinz versteckt haben. Ich hoffe nur Lars hat mehr als eine Hose/Jacke/Hemd und wechselt auch zu Thanksgiving mal die Unterhose. Er wirkte auf mich dumpfbackig blöd, der könnte auch hinter der Küchentür stehen und grienend glücklich in Muttis teegeflecktes karoblaues Spültuch onanieren.
April 1st, 2008 at 20:35
Hm, na ich bin nicht sicher, ob das Ziel des Films war, dich für den/die handelnden Personen zu erwärmen.
Lars hat offensichtlich ein Problem psychologischer Natur, welches selbst für seine Familie schwer zu ertragen ist. Jedoch schliesst sich die Gesellschaft zusammen und hilft ihm seine Probleme zu bewältigen.
Ich denke, dass gerade der Provinz Aspekt hier eine grosse Rolle spielt, man könnte den Film auch als ein Hoch auf die Kleinstadt verstehen ;-)
Wenn man sich zum Vergleich den Ryan Gosling aus Fracture in Erinnerung ruft, dann wird die beeindruckende schauspielerische Leistung noch umso deutlicher. Auch die Schauspieler Emily Mortimer (Schwägerin), Paul Schneider (Bruder), Kelli Garner (Kollegin) oder Patricia Clarkson (Ärztin) überzeugen auf der ganzen Linie.