film: die welle
Die Welle, der Schulbuchklassiker, hat jeder gelesen … ähem, ausser mir! Mit Hausaufgaben im Allgemeinen und Schulliteratur im Besonderen hatte ich es nicht so…
Jedenfalls wurde das Buch jetzt verfilmt und der fantastische Jürgen Vogel spielt den Lehrer Rainer Wenger. Lehrer konnte ich mir beim Herrn Vogel erst nicht wirklich vorstellen, doch schnell erkennt man, dass das klassische Bild hier etwas gedehnt wird.
In einer Projektwoche versucht Rainer — wie ihn alle Schüler nennen — den Autokratie Exkurs auf seine Weise zu präsentieren. Viel lieber hätte er ja Anarchie gemacht! Von seinen Schülern herausgefordert, so etwas wie im dritten Reich könne heute nie funktionieren, versucht er ein interessantes Experiment.
Witzig war, dass ich nach dem Film mit einem Freund genau die selbe Diskussion geführt habe, denn er vertrat die Meinung, dass es heute so nicht mehr funktionieren würde, ich denke, die Problematik ist zeitlos, solange sich das Wesen der Menschen nicht ändert (was wohl kurzfristig nicht zu erwarten ist ;-)).
Anfangs haben mich die Kinderdarsteller irgendwie gestört, irgendwas passte nicht, das verwuchs sich allerdings im Laufe des Filmes. Mittig hat der Film so seine Längen, macht dieses allerdings mit einem atemraubenden Finale wieder wett.









