Archive for April, 2008

einsame entscheidungen

Posted by al:x in c3l on April 29th, 00:23

Nachdem ich nun bereits (zu Recht) darauf hingewiesen wurde, dass die letztjährigen Amazon Einnahmen noch nicht an die Allgemeinheit verteilt sind, schreite ich jetzt zur Tat. Im Jahr 2007 haben sich 15,77 EUR angehäuft, was hochgerechnet zum Vorjahr eine stagnierende Tendenz bedeutet. Multipliziert mit 2 sind wir da bereits 31,54 EUR! Nun haben wir einmal mehr die Entscheidung zum Empfänger zu treffen. Auch dabei war die Beteiligung stagnierend. 0 in 2006 und 0 in 2007 … bleibt es also wieder an mir hängen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das Wort karitativ direkt anwendbar ist (die Diskussion führe ich gern mit allen anderen Vorschlagunterbreitern ;-)) jedenfalls geht das Geld (völlig uneigennützig) in diesem Jahr an den noch jungen Verein Chaos Computer Club Luxembourg (C3L). Die ASBL befindet sich derzeit in Gründung und kann das Geld gut gebrauchen. Insgesamt werde ich 100 EUR an den Verein spenden.

Für 2008 kamen bisher bereits 33,25 EUR zusammen, was einer umwerfende Steigerung von über 500 Prozent entspräche sollte sich der Trend über den Jahresverlauf bestätigen, aber eigentlich rechne ich mit einem exponentiellen Verlauf. Das Endergebnis gibt es dann im nächsten Jahr.

film: le scaphandre et le papillon

Posted by al:x in film on April 28th, 07:12

Schmetterling und Taucherglocke erzählt die wahre Geschichte von Jean-Dominique Bauby, der nach einem Hirnschlag unter dem so genannten Locked-In-Syndrom litt. Sein kompletter Körper bis auf sein linkes Auge war gelähmt. Die Kommunikation gestaltete sich schwierig und doch schrieb/diktierte/blinzelte Jean-Do ein Buch, welches dann kurz vor seinem Tode erschien.

blog/film_the_diving_bell_and_the_butterfly.jpg

Der Bestseller galt als unverfilmbar bis sich Julian Schnabel an die Realisation machte. Offensichtlich ist die Kamera, der Zuschauer ist Jean-Do, er hört ihn denken und nimmt die Welt mit seinem Auge wahr. Surreal wirken die Bilder, dazu hört man den eigenen Herzschlag, fühlt die beklemmende Enge, erfährt die Hilflosigkeit, leidet mit.

Dazu passt kaum jemand besser als Tom Waits, der den Soundtrack mit seiner Musik bereichert! Trotz dem weniger heiteren Thema, schafft es der Film optimistisch und positiv aus dem Film zu kommen. Ein Meisterwerk!

YYYYYYYYYY

film: a mighty heart

Posted by al:x in film on April 26th, 22:18

2002 wird der amerikanische Journalist Daniel Pearl (Dan Futterman) in Afghanistan entführt und später getötet. Michael Winterbottom erzählt die Geschichte seiner Frau Mariane (Angelina Jolie), wie sie erst in Ungewissheit um sein Verbleiben ist und später dann um seine Freilassung kämpft.

blog/film_a_mighty_heart.jpg

Daniel wollte sich mit einem islamistischen Fundamentalistenführer treffen, doch die Nachforschungen ergeben, dass dieses Treffen nur inszeniert war um Daniel zu entführen; doch unklar ist, wer dafür verantwortlich ist und was die Beweggründe sind. Daniel sei bei der CIA, so wie alle Reporter, dann soll er plötzlich indischer Spion gewesen sein und dann wird auch noch seine jüdische Abstammung bekannt.

Angelina Jolie spielt überraschend gut und weiss als traumatisierte Ehefrau durchaus zu überzeugen.

YYYYYYYNNN

film: california dreamin’ (nesfarsit)

Posted by al:x in film on April 24th, 07:45

Rumänien 1999, Cpt. Doug Jones (Armand Assante) muss im Auftrag der NATO einen Zug beladen mit Kriegsausrüstung in den Kosovo bringen. Alles scheint problemlos zu laufen, die rumänische Armee kooperiert mit der NATO Gruppe und so machen sich alle zusammen auf den Weg durch das weite Rumänien.

blog/film_california_dreamin.jpg

Doch dann stösst der Trupp auf unerwarteten Widerstand: der Bahnhofsvorsteher Doiaru (Razvan Vasilescu, der nebenbei bemerkt fantastisch spielt) verweigert die Weiterfahrt da der Trupp keine Papiere vorweisen kann. Säbelrasseln aus Bukarest stösst bei ihm auf taube Ohren und verstärkt seine Blockadehaltung nur noch.

Der Bürgermeister des Dorfes sieht seine Stunde gekommen, er lädt die Soldaten zum Dorffest ein und übt sich in der Öffentlichkeitsarbeit. Ein dutzend knackiger Soldaten aus den Staaten bleibt natürlich auch von der weiblichen Bevölkerung nicht unbemerkt, sie träumen vom fernen Land. Konflikte sind dabei natürlich vorprogrammiert.

YYYYYYYYNN

film: the devil wears prada

Posted by al:x in film on April 22nd, 21:09

Andy Sachs (Anne Hathaway), intelligent und schön gibt nicht viel auf Mode. So ist dann der von ihr angestrebte Job als zweite Assistentin für die Herausgeberin des Modemagazins Runway Miranda Priestly (Meryl Streep) für sie auch nur genau das … ein Job.

blog/film_the_devil_wears_prada.jpg

Eigentlich verachtet Andy das Geschäft, alles ist oberflächlich, ihre Cheffin ist launisch und herzlos. Nach und nach passt sich Andy jedoch an, alles beginnt damit, dass sie ihre Kleidung ändert, der Pulli weicht dem Designerkleid. Bald ist sie kaum mehr wiederzuerkennen, kommt spät nach Hause ist auch dann noch ständig mit Miranda am Telefon, vernachlässigt ihre Freunde und riskiert so ihr altes Leben zu verlieren.

Über weite Strecken fand’ ich den Film sehr bedenklich, da die dargestellten Werte scheinbar nicht in Frage gestellt wurden; da bekommt der Film am Ende allerdings noch die Kurve. Insgesamt allerdings eher belanglos.

YYYYYYNNNN

film: in the valley of elah

Posted by al:x in film on April 20th, 20:33

Tommy Lee Jones ist ganz schön alt geworden, in In the Valley of Elah spielt er den Vietnam Veteran Hank Deerfield, der das Verschwinden seines Sohnes aufklären will. Sein Sohn war gerade mit seiner Einheit aus dem Irak zurückgekehrt und ist dann nach einem Ausgang nicht wieder zum Stützpunkt zurückgekehrt.

blog/film_in_the_valley_of_elah.jpg

Hank ermittelt zusammen mit Det. Emily Sanders (Charlize Theron), schon bald stellt sich heraus, dass sein Sohn Mike einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Alles deutet auf ein missglücktes Drogengeschäft hin, doch dass sein Sohn in so etwas verwickelt ist kann sich Hank nicht vorstellen. Die Ermittlungen werden zudem scheinbar von allen Seiten behindert, Zeugen geben Falschaussagen ab … was steckt dahinter?

YYYYYYYYNN

film: shoot ‘em up

Posted by al:x in film on April 18th, 07:33

Shoot ‘em up so nennt man Spiel Genre, bei dem der Held sich in einem mehr oder minder grossen Raum befindet, statisch auf eine Wand mit tendenziell vielen Öffnungen (Fenster, Türen, Luftschacht, …) starrt, in der Folge erscheinen dann scheinbar unendlich viele Bösewichte, die man gekonnt abschiesst. Dazu gibt es dann eine aufgesetzt wirkende Geschichte, die erklärt, warum man gerade 80 Leute erledigt hat und was einen motiviert die nächsten 100 Leute anzugehen. Heutzutage ist das dann etwas flexibler, die Wand weicht einem Raum oder Gelände aber das Konzept bleibt dasselbe!

blog/film_shoot_em_up.jpg

Eine viel bessere Beschreibung will mir für den Film nicht einfallen. Den treffendster Filmtitel Wettbewerb sehe ich entschieden!

Die Geschichte ist kurz und knapp zusammengefasst: Mr. Smith (Clive Owen) muss ein Baby beschützen.

Clive Owen mag Gemüse und Hunde, im Kampf für die Gerechtigkeit bringt er Verkehrssünder und Umweltverschmutzer zur Strecke, widerlegt dann aber doch noch die These, dass Sicherheitsgurte Leben retten.

Paul Giamatti hatte Spass als Bösewicht!

Monica Bellucci, eine Prostituierte, sieht gut aus

Ace of Spades hat es schon wieder auf einen Soundtrack geschafft, Genre-technisch sind sie sich aber treu geblieben.

Nach 40 Minuten wird der Film völlig unnötig nachdenklich, ergibt sich aber schon bald wieder seiner Berufung und nach knapp 80 Minuten ist alles vorbei. Auf keinen Fall tiefgründig, aber doch ganz gute Unterhaltung.

YYYYYYYNNN

film: magnolia

Posted by al:x in film on April 16th, 21:25

Gut Ding will Weile haben! Das gilt für Magnolia gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen und wohl offensichtlichsten hat der Film eine Laufzeit von entspannten 188 Minuten. Für mich kommt dann noch dazu, dass ich trotz mehrfacher Empfehlung die Oscarnachbesprechungen vom genialen There will be Blood, der ebenfalls Paul Thomas Anderson Regiearbeit gedankt ist, abgewartet habe bevor der Konsum unausweichlich wurde. Hauptgrund für die Zurückhaltung war wohl Tom Cruise, dem ich ab jetzt auch kein weiteres Wort widmen werde.

blog/film_magnolia.jpg

Magnolia steht bereits unter hervorragenden Vorzeichen: Julianne Moore, William H. Macy, John C. Reilly und nicht zuletzt Philip Seymour Hoffman. Verschiedene sich überschneidende Geschichten, alle im Zeichen des Zufalls aber gibt es so etwas wie Zufall überhaupt?

YYYYYYYYYN

verriss woanders: der rote baron

Posted by al:x in film on April 14th, 06:15

Ich habe den Trailer gesehen und war sprachlos! Das haben die nicht wirklich ernsthaft gemacht!? Doch sie haben! Der rote Baron wird von mir nicht an der Kinokasse unterstützt werden und das nicht zuletzt dank des dem Machwerk gewidmeten Verrisses von Rüdiger Suchsland in der Telepolis.

Der Held der dann am Ende herauskommt, ist eine hanebüchene Figur, nicht weil sie mit der tatsächlichen Geschichte so wenig zu tun hat, dass man ihr besser einen fiktiven Namen gegeben hätte, und nicht mit allerlei Taschenspielertricks Historizität vorgaukeln würde, sondern weil der Umgang mit Vergangenheit, mit dem Leben und dem Menschen so entsetzlich naiv ist, und streckenweise abgrundtief peinlich oder einfach nur albern, dass man schon Lust bekommt, den nun wirklich nicht übermäßig sympathischen Baron Manfred von Richthofen ein bisschen in Schutz zu nehmen vor seinem Fan-Club, der ihm hier zum 90ten Todestag eine filmische Hagiographie zusammenfabriziert hat. Denn diesen Film hat der “Rote Baron” nun wirklich nicht verdient.

film: the squid and the whale

Posted by al:x in film on April 13th, 21:12

Und wen interessiert das? Das waren so meine Gedanken beim Schauen von The Squid and the Whale!

blog/film_the_squid_and_the_whale.jpg

Die Geschichte zweier heranwachsender Jungen, die die Scheidung ihrer Eltern erleben bzw. verarbeiten müssen. Beide erzeugen sich ein Feindbild in einem ihrer Elternteile, auf dass nicht ihre gesamte Welt zerbricht. So können sie einem die volle Schuld zusprechen und haben gleichzeitig im Anderen noch immer die gleiche Liebe und Geborgenheit. So einfach stellt sich die Situation allerdings nicht dar, was beide bald erkennen müssen.

An sich ein ganz guter Stoff für ein Drama, wenn einem die Figuren nicht so völlig egal wären. Für mich scheitert der Film daran, die Protagonisten liebenswert oder zumindest interessant darzustellen. Der aktuelle Film von Noah Baumbach Margot at the Wedding soll ein ähnliches Problem haben. Ich habe da bisher nur den Trailer gesehen und hatte bei Jack Black doch zumindest höhere Erwartungen … na mal sehen!

YYYYNNNNNN