Archive for June, 2008

film: prête-moi ta main

Posted by al:x in film on June 28th, 07:18

Luis Costa (Alain Chabat), 43 Jahre, ist überzeugter Single. Dabei gibt es allerdings 6 Probleme, seine 5 Schwestern und seine dominante Mutter. Alle seine Schwestern leben in glücklichen Beziehungen mit ordentlich Nachwuchs (er ist Onkel von 12 Nichten). Die Damen versuchen penetrant ihn zu verkuppeln. Jeden Tag taucht eine andere Anwärterin auf, sogar ein Anwärter ist dabei und letztendlich reicht es Luis, er beschliesst etwas zu unternehmen.

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Natürlich ergibt er sich nicht, stattdessen ersinnt er einen Plan, wenn er der Familie eine Schwiegertochter vorstellt, die ihn dann vor dem Altar sitzen liesse, sollte das Thema für eine Weile vom Tisch sein. Er bezahlt also Emma (Charlotte Gainsbourg) seine Verlobte zu spielen und sie macht ihre Sache gut!

Das Ende von Prête-moi ta main ist nicht wirklich überraschend, die Figuren sind jedoch wunderbar sympatisch, interessant und die Geschichte abwechslungsreich, mit Szenen zum lautem Lachen, sehr angenehm.

YYYYYYYNNN

film: blades of glory

Posted by al:x in film on June 26th, 21:30

Ein Sport Film, die ungleichen Rivalen des glatten Untergrunds Chazz Michael Michaels (Will Ferrell) und Jimmy MacElroy (Jon Heder) liefern sich während einer Siegerehrung einen Faustkampf vor laufender Kamera. Was man sonst nur vom Eishockey kennt, führte hier direkt zum Ausschluss vom Mens Figure Skating für beide Beteiligten.

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Der Rocker Michaels arbeitet von nun an in einer Eisrevue für Kinder und Weichspüler MacElroy hilft in einem Sportgeschäft Kindern in die neuen Schlittschuhe. Zurückhaltend könnte man das als Karriereknick bezeichnen. Doch es gibt eine Chance für ein Comeback, die Blutfeinde müssen zusammen aufs Eis, denn für ’s Paarlaufen gilt die Sperre nicht!

Natürlich gibt es die klassischen Anspielungen, Ferrells Mimik spricht Bände. Die Kostüme sind fantastisch und selbst die Skateszenen sind sehenswert. Und komisch ists auch noch, was will man mehr!?

YYYYYYNNNN

film: jcvd

Posted by al:x in film on June 24th, 00:02

Jeder hat so seine Jugendsünden, so gebe ich hier zu in früher Kindheit Jean-Claude van Damme Filme gut gefunden zu haben (und ich war nicht allein), na egal, jedenfalls merkte man bald, dass ausser cooler Action nicht viel mehr war, in Interviews machte er sich regelmässig lächerlich und auch das gute Sportler Image hielt nicht lange stand. Und heute? JCVD ist zurück, ähem zumindest in meinem Wahrnehmungskreis (offiziell hat er nämlich kaum grössere Lücken in seinem Filmschaffen). Warum bin ich ins Kino? Zum einen deutet der Titel eine Änderung an, er spielt keine Rolle sondern ist er selbst. Zum anderen hat mich der Trailer neugierig gemacht, Jean-Claude im Casting für seine Person schickt alle Mitbewerber weg, was den Casting Director (der, wie sich später herausstellte, im Film eine andere Rolle hat) zur Verzweifelung treibt und ja, ich habe gelacht.

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Jean-Claude hat diverse Probleme, er kämpft vor Gericht um das Sorgerecht für seine Tochter, kann seine Anwaltsrechnungen nicht bezahlen und nun schnappt ihm Steven Seagal auch noch die rettende Rolle weg. Zurück in seiner Heimat Belgien wird er erkannt, die Menschen lächeln, lassen sich mit ihm fotografieren doch plötzlich sieht er sich in der Post verbarrikadiert einem Spezialeinsatzkommando der Polizei gegenüber. Wie konnte es nur so weit kommen?

Der Film ist eine Kommödie die zum Thriller bzw. Drama mutiert, dabei sein Augenzwinkern aber nie verliert. Meine Erwartungen waren einigermassen hoch, und ich kann sagen die schauspielerische Leistung van Dammes sowie die starke persönliche Note sorgten für Übererfüllung! Ganz grosser Tip!

Schönes Detail, in zwei Szenen gibt es ein Cashback Poster im Hintergrund und gelegentlich erinnerte mich der Film an Dog Day Afternoon, was auch nicht die schlechteste Referenz ist.

YYYYYYYYYN

film: paranoid park

Posted by al:x in film on June 22nd, 23:01

Im Paranoid Park fährt man Skateboard oder hängt einfach ab. So auch der heranwachsende Alex (Gabe Nevins), für das Selbstfahren fühlt er sich jedoch noch nicht bereit. Eines Abends wird er dann in den Unfalltot eines Wachmanns verwickelt. Da (s)ein Skateboard dabei eine nicht unwichtige Rolle spielt, ist die Polizei bald an seiner Schule und befragt alle Skateboarder.

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Auch daheim herrscht keine heile Welt, seine Eltern trennen sich. Seine Freundin drängt ihn zum ersten Sex. Alles zusammen scheint zuviel für den Teenager.

Sicher nicht das beste Werk von Gus Van Sant … Mandelaugenunschuld.

YYYYYYNNNN

film: peur(s) du noir

Posted by al:x in film on June 11th, 00:08

Peur(s) du noir bedient Grundängste, die Angst vor dem Dunkel und all dem, was die Fantasie des Einzelnen dann daraus entstehen lässt. Böse Männer, blutrünstige Bestien, Geister aber auch sehr subtil ein scheinbar leeres Haus, nur durch den Schein von Kerzen erhellt, draussen ein Schneesturm … und immer wieder der Alptraum, der mit der Realität verschwimmt.

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Und die Mittel sind so einfach wie wirkungsvoll, einfache Comiczeichnungen, die etwas an Persepolis oder Renaissance erinnert aber trotzdem nicht abgekupfert wirkt. Die Umsetztung als nicht Realfilm erlaubt einen viel höheren Detailgrad, der mir allerdings teilweise negativ aufstiess, in anderen Szenen wieder nur Andeutungen und Geräusche und sonst nur Dunkelheit.

Diese Beklommenheit beim Schauen eines Animationsfilmes hatte ich bisher nur bei Perfect Blue. Die feuchten Hände habe ich aber mal auf die laue Sommernacht geschoben ;-)

YYYYYYYYNN

film: the 9th company

Posted by al:x in film on June 8th, 10:22

Nichts liegt mir ferner als einseitige oder auch nur zweiseitige Bearbeitung eines Themas. Daher vervollständigt The 9th Company die Bearbeitung des Thema Afghanistankrieg. Die Sicht der Amerikaner wurde uns von Tom Hanks näher gebracht, die afghanische Seite wurde in Kite Runner beleuchtet, fehlen also noch die Sowjets.

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Clint Eastwood hat ja bereits mit Letters from Iwo Jima gezeigt, dass beide Seiten interessanten Filmstoff bieten können. Bei der neunten Kompanie kommt jedoch die Tatsache hinzu, dass der Regisseur Fyodor Bondarchuk selbst Russe ist.

Die erste Hälfte des Filmes erinnerte mich etwas an Full Metal Jacket, danach ein kurzer Einschub Jarhead um dann letztendlich noch eigenständig zu werden. Ein Anti-Kriegsfilm (sagt man das noch?), der den Vergleich mit seinen amerikanischen Vorbildern keineswegs scheuen muss! Der Vergleich mit Kubricks Werk liegt nahe, bezeichnet man doch Afghanistan gemeinhin als Vietnam der Russen.

YYYYYYYYNN

film: mar adentro

Posted by al:x in film on June 6th, 00:01

Ramón Sampedro (Javier Bardem, gerade mit einem Oscar für seine Rolle in No Country for old Men ausgezeichnet) hegt den Wunsch zu sterben. Seit einem Badeunfall ist er vom Hals abwärts gelähmt. 28 Jahre kämpft er für das Recht auf Euthanasie.

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Der Film beleuchtet sein Umfeld, wie Familie und Freunde mit seinem Wunsch umgehen. Die Anwältin Julia (Belén Rueda), selbst unter einer Krankheit leidend, die sie letztendlich an den Rollstuhl fesselt, unterstützt ihn in ihrer beider Kampf. Rosa (Lola Dueñas), alleinerziehende Mutter, liebt ihn und will ihn von seinem Ziel abbringen.

Ebenso wie der thematisch verwandte The Diving Bell and the Butterfly spielt sich der grösste Teil der Handlung am Krankenbett ab. Die Stärke des Films ist die Objektivität, die er sich behält!

YYYYYYYYNN