Archive for July, 2008

kat, kat

Posted by al:x in film on July 31st, 22:13

3 Menschen, 3 Terminkalender … und doch ist es irgendwie geglückt einen gemeinsamen Termin zu finden.

Segeln sollte es sein, soviel war von Anfang an klar. Nach Abwägung der verschiedenen Alternativen landeten wir in Italien, am Gardasee, auf dem Katamaran. Der Verleih war kontaktiert, das Zimmer gebucht, konnte ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Die Ernüchterung folgte dann vor Ort, über Nacht gefahren, mit der Morgensonne eingetroffen, super Wind und dann der Verleih: Ja gut, wir müssten jetzt aber erst einmal warten bis die Kurse eingeteilt sind, dann wisse man welcher Kat noch frei sei, ach ja und überhaupt man hätte ja auch nur zwei Kats die für 3 Personen geeignet seien und einen bräuchte man auf jeden Fall für die Kurse und Leuten, die man nicht kennt, könne man ja bei dem Wind eh keinen Kat leihen…. Getreu nach dem Motto Any publicity is good publicity! erfährt der Verleih hier keine Erwähnung.

Ganz anders dagegen WWWind Square Malcesine, die Leute waren nett, unkompliziert, haben uns direkt ein gutes Angebot für die ganze Woche gemacht, das Material war ok und die Parkplätze waren auch bequemer zu erreichen! Die Basis war also geschaffen, der Rest lief dann wie automatisch, das perfekte Wetter, die perfekten Menschen, gutes Essen, gute Gespräche, sehr viel Spass und als krönender Abschluss 4 Stunden Gänsehaut bei 25 Grad auf heissen Steintreppen!

Für die nächste Terminkoordination haben wir nun den Vorteil zu wissen, der Aufwand lohnt sich!

CSN&Y Deja Vu

Posted by klausd in film, music on July 19th, 10:58

Als ich im Kino war und der Film anfing, fiel mir ein, CSN&Y mochte ich doch gar nicht. Deja Vu hab ich mir als CD nicht nachgekauft und die Band auch nicht vermißt. Neil Young als Solo Künstler, vor allem mit Crazy Horse, war mehr mein Ding. Der Film ist von Neil Young über sein Projekt, die 3 Kollegen von vor 40 Jahren waren wohl eher dabei, weil sie in Geldnöten waren, wer weiß. Das Durchschnittsalter 62.5 Jahre und wenn man genau hingesehen hat, kam unwillkürlich die Frage auf, ob die Statistik nicht geschönt ist. Crosby und Stills sehen jetzt auch mehr den Wildecker Herzbuben ähnlich, die Bühne muß schon so einiges aushalten.
Aber CSN&Y sind in den USA die 68er Ikone und mit ihren Protestsongs gegen Rassendiskriminierung und den Vietnam Krieg quasi Heilige, vielleicht hat die Freedom of Speech Tour auch nur deshalb so funktioniert mit dieser Reminiszenz an Good old days. Der Film ist auch weniger eine Tour Dokumentation oder Portrait der Musiker, sondern zeigt die Auswirkungen des Irak Krieges auf die amerikanische Gesellschaft. Interessant sind die Reaktionen beim Konzert in Atlanta bei Lets impeach the president.

film: xxy

Posted by al:x in film on July 14th, 22:38

Die Plot Keywords zu XXY können durchaus abschreckend wirken und in der Tat wird derbe Kost serviert. Heitere Szenen sind selten, sogar die Liebesgeschichte ist tragisch!

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Ins Detail über den Inhalt mag ich nicht gehen, ich war einmal doch sehr überrascht, dank meiner Ich les’ vorher nix Strategie.

Leider in diesem Jahr der einzige Film, den ich beim spanischen Filmfest gesehen habe. Versprochen, im August gibt es wieder regelmässiger Film an dieser Stelle.

YYYYYYYYNN

Hey James

Posted by klausd in music on July 11th, 14:05

Nach Pulp, Oasis und Blur ist James die wohl letzte verbliebene BritPop Bastion. Und als wenn sie gar keine Pause eingelegt hätten, klingen James vital=frisch & machen nach 7 Jahren Pause weiter, wieder mit Andy Diagram an der Trompete und Saul Davies an der Violine.
In einer Rezension über Paul Wellers 22 dreams stand eine nette weil treffende Bemerkung über Oasis, die “ödesten, untalentiertesten, uninspiriertesten Kopisten…”, “die seinerzeit mit ihrer Beatles-Coverband Oasis einige Erfolge feierten”. Grande Adios, wie man in ein paar Nebensätzen eine Band in die Tonne treten kann. Da kann man was lernen, und es macht ja auch mehr Spaß, Musiker runter zu machen als Nettigkeiten zu schreiben. Aber Oasis&deren Attitüde mag ich trotz allem, auch weil sie Simply Red so schön runtergemacht haben.
James hatte ich lange nicht mehr auf meinem Einkaufszettel, waren quasi weg und wenn ich nicht nach langer Pause den NDR Nachtclub mit Paul Baskerville gehört hätte, das Come Back hätte ich verpaßt. Die eine Zeile aus Hey Ma geht mir nicht mehr aus dem Kopf: Hey Ma, the boys in body bags coming home in pieces. Und was haben sich die Gallaghers, um da noch mal draufzuhauen, nicht zusammengestoppelt – so ganz und gar nicht Beatles- like.
Also ganz klare Kaufempfehlung für James:Hey Ma, die ganze CD ist einfach gut.

film: Vratné lahve

Posted by bjs in film on July 8th, 19:32

Also auch hier zum Anfang der Satz, der wohl so etwas wie sein muss: Vratné lahve (Leergut) ist der erfolgreichste tschechische Film aller Zeiten. Hätten wir das.

Josef (Zdenek Sverák) hat auch nach seiner Pensionierung weiter als Lehrer gearbeitet. Bis auch er merkt, dass er den Anforderungen, die ihm dieser Beruf stellt, nicht mehr gewachsen ist. Er kündigt, doch in Ruhestand will er noch nicht gehen. Er lehnt die Angebote zum Spazierengehen des Alte-Herren-Clubs ab und sucht nach einer neuen Tätigkeit. So versucht er sich zuerst als Fahrradkurier und landet kopfüber erst in einem Garten und bald in der Leergut-Annahme des Supermarktes.
Hier bringt er den schweigsamen Kollegen Schneider erst zum Reden und dann unter die Haube und auch für den Jungen am Reisswolf hat er eine Überraschung parat. Nebenbei gibt er Informationen über das Tagesangebot, bringt Einkäufe zu einer Tante, mit der er nicht verwandt ist und holt sich Anregungen für seine Phantasien bei dem Mann, der seine Tochter grade verlassen hat, braucht ein Rezept für Viagra und muss sich auch noch gegen die Installation eines Automaten in der Flaschenannahme wehren.

Ein Film mit viel Humor, der eher dem Charme eines Augenzwinkerns folgt, als einem sicheren Schenkelklopfer. Ein Film mit Charakteren, die Altern und dabei so jung beim Spielen wirken. Und ein wunderbare Darstellung einer alternden, alten Ehe. Und allem, was es braucht, um wieder jung zu werden.

film: shine a light

Posted by bjs in film on July 6th, 16:31

Gleich zum Anfang einer der Sätze, die wohl zu Filmen wie diesem usus sind: Für Rolling Stones – Fans ist der Film eh Pflicht. So das hätten wir.

Auf dem Weg zum Kino unterhielten wir uns darüber, dass die Stones mal ein Einreiseverbot in die USA hatten. Oder wie ihre Fans die Berliner Waldbühne zerlegten. Natürlich auch die Erhebung in den Ritterstand von Mick Jagger – oder die Absage von Konzerten, weil Keith Richards (wohl stark betrunken) von einer Palme gefallen war. Wo ich sonst zur Einstimmung auf ein Konzert die alten Platten oder Kassetten noch mal rauskrame, waren es hier also kleine Geschichtchen und Episoden.

Ähnlich arbeitet auch der Film. In die Aufnahmen von den beiden Konzerten werden immer wieder Sequenzen aus der Geschichte der Band oder auch der Vorbereitung auf diese Aufnahme eingestreut. Allein rund wird die Sache dadurch nicht. Die Vorbereitung und das Umfeld wird nur sehr verkürzt beleuchtet, die Geschichte nur in Episoden, die den Mythos unterstreichen oder einem ein Grinsen abringen.

Die Konzertaufnahmen bringen einen sehr nahe an die Stones heran. Und hier Hut ab! vor dem Druck, die ältere Herren auf der Bühne bringen. Dies ist auch der Bonus an diesen Aufnahmen. Wenn auch die Kameras die Geschwindigkeit dieser älteren Herren nicht immer folgen können.
Der gemeinsame Auftritt mit dem Blues-Musiker Buddy Guy ist hier für mich der absolute Höhepunkt. Hier zeigt sich die Spielfreude, der Hauch eines Jams mitten auf der Bühne, die Liebe zu dem, was sie die Stones seit Jahrzehnten tun, am deutlichsten.

Für mich konnte sich der Film nicht zwischen Konzertfilm und Doku entscheiden. Und dies ist auch die größte Schwäche. Keine neuen Blickwinkel, (nur) die guten, alten Rockposen und die alten, bekannten Lieder. Es war nicht live. Es war nicht die Waldbühne. Die Stühle stehen noch.

Die alten Platten habe ich danach dann trotzdem rausgekramt.